Ich wollte dieses Haus nicht. Warum es heute mein Meisterstück ist.

Sep 19, 2026

Als wir unser Haus das erste Mal besichtigt haben, war ich raus.

Dunkel. Verwinkelt. Ein totaler Waldschrat. Ich konnte mir null vorstellen, dort jemals zu wohnen. Mein Mann dagegen war Feuer und Flamme, und er hat mich überredet.

 

Nach dem Kauf 2010 hat es bei mir Klick gemacht. Aus seinem Traum wurde mein Projekt. Ich habe geplant, recherchiert, verworfen und wieder von vorne angefangen. Über zwei Jahre Sanierung, mit Baby auf dem Arm und Staub in jeder Ritze.

 

Heute ist dieses Haus mein Meisterstück. Drei Dinge habe ich hier gelernt, die seitdem in jedes meiner Kundenprojekte einfließen.

 

1. Die Grundstruktur entscheidet, nicht die Deko

Heute ist unser Wohnbereich ein offenes Konzept aus Küche, Esszimmer und Wohnzimmer. Damals waren das fünf einzelne Räume. Kleine Kammern, jede für sich, dunkle Durchgänge dazwischen. Man konnte darin nichts einrichten, was funktioniert hätte, weil die Aufteilung selbst nicht funktioniert hat.

Zur Grundstruktur gehört mehr als der Grundriss. Sie besteht aus Raumaufteilung, Möbelstellung und einem stimmigen Konzept aus Farben und Materialien, das sich durch alle Räume zieht. Stimmt das nicht, kannst Du dekorieren so viel Du willst, es wird nie harmonisch.

Deko und Kunst kommen zum Schluss. Sie sind das i-Tüpfelchen und bringen die Persönlichkeit rein. Frische Blumen zum Beispiel: kosten wenig, brauchen zwei Minuten und setzen sofort ein Highlight. Nur ersetzen sie keine Struktur.

 

2. Leichtigkeit entsteht am Boden

Du willst dich zu Hause leicht fühlen? Dann darf nicht so viel auf dem Boden stehen. Eine Einrichtung, die nur aus wuchtigen antiken Schränken besteht, drückt den Raum nach unten, egal wie schön die einzelnen Stücke sind.

Deshalb habe ich bei uns im Esszimmer eine schwebende Sitzbank geplant. Sie hat keine Beine, der Boden läuft darunter durch. Der Raum wirkt sofort größer und ruhiger.

Stell Dich mal in Deinen Raum und schau nur auf den Boden. Wie viel davon siehst Du?

 

3. Ein schönes Zuhause ist kein Luxus

Architectural Digest hat es einmal so beschrieben: Ein unharmonischer Raum verstärkt Stress, ein gut gestaltetes Zuhause fördert Ruhe und Balance. Als ich das gelesen habe, war mir klar, warum mich meine eigene Wohnung damals so nervös gemacht hat.

Unser Alltag ist nicht leise, oft ziemlich turbulent. Vielleicht brauche ich gerade deshalb Räume, in denen ich runterkomme. Dein Zuhause muss niemanden beeindrucken. Es muss Dir guttun, wenn Du abends nach Hause kommst.

 

So sieht es aus, wenn Du mich machen lässt

Diesen Satz schreibe ich oft unter meine Vorher-Nachher-Bilder. Bei diesem Haus war ich selbst die Kundin.

Es braucht kein perfektes Haus. Es braucht Vision, Mut und jemanden, der dich begleitet.

 

Genau das mache ich für meine Kunden, und am besten für das ganze Zuhause. Nicht ein Raum hier, ein Raum da, sondern ein roter Faden vom Flur bis ins Schlafzimmer. Das ist der Unterschied zwischen einer schönen Ecke und einem Zuhause, in dem alles zusammenpasst.

Wenn Du wissen willst, wie das bei Dir aussehen könnte, lass uns sprechen. Im Kennenlern-Call geht es um Deine Wünsche und darum, wie sich Dein Zuhause anfühlen soll. Für den Wow-Effekt sorge ich.

MEET MAY

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